Mädchenmama Esti Bankus, 29 Jahre, über Vorstellungen, Erwartungen und die Realität als alleinerziehende Mama

Esti kommt aus Bergisch Gladbach, doch ihre Wurzeln liegen in Ungarn. Mit 29 Jahren hat sie ihr erstes Kind bekommen, als alleinerziehende Mama.

Esti war schon in der Schwangerschaft eine alleinerziehende Mum-to-be. Wie sie das gemeistert hat, was das Mamasein für sie bedeutet und über ihre Erwartungen und die Realität als alleinerziehende Mutter, darüber spricht die 29-Jährige mit uns.

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1. Mit unserer aktuellen AW19/20 Kollektion "WHAT ABOUT YOU?" wollen wir Vielfalt, Individualität sowie die Ecken und Kanten feiern, die jede/n von uns einzigartig machen: es sind unsere unterschiedlichen Wurzeln, persönlichen Geschichten und Erfahrungen die uns ausmachen. Die Vielfältigkeit in unseren Hautfarben, Sichtweisen und Traditionen inspiriert uns und wir sind gespannt auf deine persönliche Geschichte. Liebe Esti - What about you?

Im Bezug auf mein Aussehen glaube ich, dass ich auffallen würde, wenn ich meine Locken mal nicht glätten würde. Dann würde ich aussehen wie eine Löwin. Generell möchte man ja immer das haben, was man nicht hat - in meinem Fall: glatte Haare! Sonst kann man mich vom Äußeren her eher schwer einordnen. Man sieht natürlich, dass ich nicht aus Skandinavien komme. :) . Ich habe Grübchen, größere Lippen als manch anderer, für die ich damals als Kind gehänselt wurde und eigentlich Augenbrauen wie Frida Kahlo. Danke Augenbrauenpinzette, dass es dich gibt.

2. Du warst schon seit Beginn deiner Schwangerschaft alleinerziehend. Wie bist du während der Schwangerschaft mit der Aussicht als alleinerziehende Mama umgegangen? Hattest du Vorstellungen? Wenn ja, wo sind Parallelen und was kam dann doch ganz anders?

Ich hatte oft Angst, wie ich das alles alleine schaffen soll. Ich wollte aber nicht, dass mein Baby es im Bauch spürt und war daher nach kurzer Zeit recht positiv. Da ich leider kein Einzelfall bin, haben mich Worte und Geschichten von anderen Frauen motiviert. Ich hatte zum Glück schon etwas gespart, sodass ich die Grundausstattung alleine finanzieren und während der Schwangerschaft im Australienurlaub mit einer guten Freundin entspannen konnte. Ich glaube diese Zeit hat mir gezeigt, wie stark ich bin und die Vorfreude auf das Baby hat mich sehr motiviert. Als „Belohnung“ hatte ich eine ganz tolle Schwangerschaft und eine wirklich schöne Geburt.

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3. Was waren die größten Herausforderungen während der Schwangerschaft und seitdem du Mama bist? Wie gehst du damit um?

Da ich sehr ungerne nach Hilfe frage und alles alleine machen möchte war es für mich als Person eine Überwindung nach Hilfe zu fragen. Die Übelkeit im ersten Trimester hat mich sehr viel Energie gekostet und mir des Öfteren Kreislaufprobleme bereitet. Nach der Geburt hatte sich bei mir ein Muskel überspannt, wodurch ich wochenlang gar nicht laufen bzw. nur humpeln konnte. Das war sehr belastend. Gott sei Dank hatte ich Unterstützung von Familie und Freunden. Nachts musste ich mich aber natürlich um mein Baby kümmern und zum Wickeltisch humpeln. Wenn man ehrlich ist rauben einem die ersten paar Wochen mit den schlaflosen Nächten irgendwann alle Nerven und man kommt an die eigenen Grenzen.

4. Hast du noch einen Rat, den du anderen Frauen mitgeben willst, die ebenfalls Single-Mums sind?

Man darf sich selbst nicht unterschätzen. Man entwickelt ungeahnte Kräfte und einen natürlichen Mutterinstinkt. Man lernt zu organisieren, schnell zu sein mit allem, stolz auf sich selbst zu sein. Sucht euch Hilfe bei professionellen Anlaufstellen (Frauenberatungsstelle oder Schwangerschaftsberatung), denn die sind erfahren und kennen sich mit solchen Lebenssituationen aus.

5. Sicherlich war nicht immer alles ganz einfach sondern auch kräftezehrend. Wo tankst du auf? Was tut dir gut?

Frida lacht sehr viel. Wenn es ihr gut geht, geht es mir auch gut. Sie gibt mir viel Kraft. Ich habe immer im Hinterkopf, dass sie für diese Situation nichts kann und auf keinen Fall zurückstecken soll. Ich genieße die ruhige Natur um uns herum. Wir hatten einen tollen ersten Sommer zusammen. Es klingt vielleicht seltsam, aber ich liebe es auszumisten, aufzuräumen und Räume neu zu gestalten. Das macht mich immer sehr zufrieden, da ich sofort ein Ergebnis sehe und danach beruhigt ins Bett gehen kann.

6. Hatte dein Umfeld irgendwelche Erwartungen an dich? Hattest du das Gefühl unter Druck zu stehen?

Da ich aus einem konservativeren Elternhaus stamme, war die Situation für meine Familie inakzeptabel und sie hatten sich während der Schwangerschaft für eine gewisse Zeit von mir distanziert. Natürlich war ich niedergeschlagen ohne Kontakt zum Kindsvater oder meiner Familie aber die Liebe zu der Kleinen hat mich immer wieder bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. 

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7. Wir lieben ja deinen Insta Account! Was steckt hinter deinem Insta Namen my.future.is.female?

Als Alleinerziehende ist ein Kind noch mehr in jeden Schritt des eigenen Lebens integriert. Ich muss Frida überall hin mitnehmen, kann mir die „Arbeit“ nicht teilen und richte mein komplettes Leben nach ihr. Ob es die Wohnsituation ist, mein/unser Alltag, mein zukünftiger Beruf oder ihre Betreuung. - Sie ist die Person, die meine Zukunft leitet und daher ist sie ein Großteil meiner Zukunft.

8. Welche Momente mit deiner Tochter berühren dich besonders?

Wo fange ich da an!? Es gibt unglaublich viele berührende Momente. Wenn sie nachts ihre kleinen Händchen an meinen Körper/Haut legt, um zu spüren, dass ich da bin. Wenn sie strahlt, zeigt, dass sie auf meinen Arm will, jetzt anfängt zu kuscheln, glücklich und ausgeglichen ist, sie Quatsch macht und mich dabei anlächelt. Es ist auch ein besonderes Gefühl, dass ich ihre Hauptbezugsperson bin und wir beide eine starke Bindung zueinander haben.

9. Gibt es Eigenschaften, die du deiner Tochter Frida unbedingt mit auf den Weg geben möchtest?

Menschlichkeit, Respekt vor sich selbst und anderen zu haben, Selbstbewusstsein, Selbstreflektion und aus Fehlern zu lernen und sie nicht als Rückschlag zu sehen. Ich finde es auch in der heutigen Welt mit der enormen Möglichkeit sich zu vergleichen wichtig, dass sie sich liebt und auch ihr Leben mit jeder Hürde, die auf sie zukommen sollte, denn das gehört dazu und macht nur stärker.

10. Last but not least - was ist dein mara mea Lieblingsprodukt und warum möchtest du es nicht mehr hergeben?

Mit meinem schwarzen mara mea Kinderwagennetz habe ich schon einige Freundinnen überzeugt und sie lieben es auch, denn es gibt jedem Kinderwagen das gewisse Extra und ist sehr praktisch, wenn man mal schnell was verstauen muss.

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Vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen dir alle Freude mit deiner kleinen Tochter Frida.

Hier geht es zu Esti's Instagram Account.

 


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