Autorin und Working Mum Katharina Katz über das Leben als berufstätige Mutter

In ihrem Buch "Einfach Machen: Der Guide für Gründerinnen" gibt sie Frauen wertvolle Tipps zum Thema Unternehmensgründung an die Hand heute spricht sie mit uns über Mompreneurs, das Leben als berufstätige Mutter und natürlich ihr Buch.

Ihr Buch basiert auf ihren eigenen Erfahrungen als Selbstständige und die von 20 weiteren Gründerinnen, die sie für ihr Buch interviewt hat. Sogar wir von mara mea durften unseren Senf dazu geben. Heute drehen wir den Spieß mal um und stellen ihr zur Abwechslung mal die Fragen.

Liebe Katharina, im September ist er endlich erschienen, dein Ratgeber. Wie fühlt es sich an, das eigene Buch in den Händen halten zu können?

Wahnsinnig toll! Ich bin unheimlich stolz darauf, so viele spannende Geschichten in dem Buch erzählen zu dürfen und freuen mich wahnsinnig über das tolle Feedback und die neuen Gründerinnen, die sich dadurch ermutigt gefühlt haben, einen weiteren Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu wagen.

Katharina Katz, Autorin von Einfach Machen

Ratgeber zum Thema Gründen gibt es viele. Dein Buch richtet sich speziell an Frauen. Was hat dich dazu inspiriert? 

Ich finde zum einen, dass es zwar viele Ratgeber gibt, die sich mit dem großen Gründen beschäftigen, Investorensuche, GmbH-Gründung und Co, aber es gibt wenig darüber, wie man eigentlich ganz einfach eine Steuernummer beantragt. Das sind aber am Anfang für viele genau die Themen, die sie bewegen. Und da ich so viele tolle Frauen mit spannenden Projekten und Ideen kennengelernt habe, dachte ich mir, warum nicht beides verbinden? Die Idee war alle Informationen zu bündeln und Geschichten von grossartigen Gründerinnen zu erzählen, die Mut machen und inspirieren -  denn noch immer werden oft eher die Erfolgsgeschichten von Männern erzählt.

Kanntest du sie alle privat oder hast dich speziell für dein Buch auf die Suche begeben?

Einige Gründerinnen, wie z.B. Dorina kannte ich schon vorher und habe ihren beeindruckenden Weg immer mit verfolgt. Ich habe dann geschaut, wer zu welchen Themen etwas zu sagen hat, habe dann gezielt nach Spezialistinnen, wie z.B. Aya Jaff gesucht und sie angesprochen. Die Recherche und das Kennenlernen von so vielen spannenden Frauen und ihren Geschichten war auch für mich unheimlich inspirierend und hat mich immer wieder überrascht, berührt und mitgerissen.

Du bist selbst eine Macherin, konntest du durch das Buch auch noch etwas für deine eigene Arbeit lernen?

Unbedingt! Gründen ist ja ein Thema bei dem man nie auslernt und einige Themen, wie z.B. Investorensuche habe ich in meiner Selbstständigkeit so ja auch noch nicht durchlaufen. Jedes Gespräch war lehrreich und ich habe aus jedem Interview etwas für mich selbst mitgenommen.

Nicht nur Autorin, Consultant und Journalistin: Du bist seit letztem Jahr auch Mama. Wie hat sich dein Berufsleben dadurch verändert?

Ich bin im Juli Mutter geworden und im September ist mein Buch erschienen. Ich habe also recht schnell wieder Mails beantwortet und Interviews gegeben. Das ging nur so gut, weil mein Mann die ersten drei Monate Elternzeit genommen hat. So war meine Tochter mit 9 Wochen auf ihrer ersten Buchparty – eine tolle Erinnerung für uns als Familie. Ich bin gerade noch immer in Elternzeit und geniesse die Zeit mit meiner Tochter ganz bewusst. Aber, da ich eben auch sehr gerne arbeite, habe ich schon ein paar Coachings gegeben und mache ab und zu Interviews. Verändert hat sich vor allem der Fokus, wenn meine Tochter z.B. krank ist, steht alles andere still. Und das ist für mich überaschenderweise auch völlig in Ordnung.

 Einfach machen. Gründen mit Katharina Katz

Viele Frauen haben das Gefühl nach der Geburt so schnell wie möglich wieder in den Beruf einzusteigen, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Wie siehst du das?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden und schauen, wie es für einen selbst passt. Ich würde mir die Zeit nehmen, die ich mir als Mutter mit meinem Kind wünsche und natürlich auch, was sich realisieren lässt. Meistens kommt es auf ein paar Monate nicht an. Ich möchte lieber mit vollem Einsatz und freiem Kopf einsteigen, sobald meine Tochter in die Kita geht als alles gleichzeitig zu jonglieren, freue mich aber davor bereits über einige kleinere Projekte.

Was ist deiner Meinung nach die größte Schwierigkeit als Working Mum und hast du Tipps, wie man sie bewältigt?

Wahrscheinlich der Faktor Zeit. Wie teile ich mir die Zeit ein, dass genug für Kind, Job, mich selbst und meine Beziehung bleibt. Ich mag es zu multitasken. Wenn meine Tochter im Kinderwagen schläft, nutze ich die Zeit entweder für mich, hole mir einen Kaffee und höre einen Podcast oder ein schönes Hörbuch, oder ich erledige Telefonate, Interviews oder andere Absprachen- das geht beim Spazieren gehen nämlich wunderbar.

Immer mehr Frauen machen sich nach der Schwangerschaft selbstständig, werden sogenannte Mompreneurs. Hast du Tipps zum Gründen als Mama?

Einfach Machen! Sich einen Plan machen, realistisch überlegen, welche Zeitfenster da sind und ob man diese auch nach einer durchwachten Nacht halten kann und dann loslegen. Man lernt das meiste auf dem Weg!

Und zum Schluss bleibt nur noch eine Frage: Was ist dein Lieblingsteil von mara mea und warum willst du es nie mehr hergeben?

Ich liebe mein Kinderwagennetz! So praktisch, man hat alles dabei und direkt in Griffbereitschaft und dazu sieht es auch noch Bombe aus! 

Vielen Dank Katharina für das tolle Interview! Wir sind schon ganz gespannt auf weitere Projekte von dir.

Hier geht's zu Katharinas Insta Account. 


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