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Sarah von Gretas Schwester über das Mamasein, die Selbstständigkeit und wie sie beides unter einen Hut bringt

Sarah fertigt und verkauft unter dem Namen Gretas Schwester wunderschöne  Produkte, die sie selbst in ihrem Berliner Atelier illustriert.

Seit 2014 hat sie ihr eigenes Label, Gretas Schwester, seit einem Jahr ist sie Mutter einer kleinen Tochter. Uns hat sie ein bisschen ihrer kostbaren Zeit geschenkt, um über ihre Arbeit, ihre kleine Tochter und darüber zu sprechen, wie sie beides miteinander vereint. 

mara mea und Gretas Schwester Arbeiten mit Baby

Mit deinen Illustrationen erzählst du Geschichten. Wer oder was inspiriert dich?

Meine größte Inspirationsquelle ist das Reisen. Wenn ich unterwegs bin, fangen die Ideen an zu sprudeln. Mit meinen Arbeiten tröste ich mich auch selbst über reisearme Zeiten hinweg. ;) Außerdem liebe ich es zu Musik oder Harry Potter Hörbüchern zu malen.

Was bedeutet dir das Zeichnen? Und was verraten uns deine Illustrationen über dich?

Sich kreativ auszudrücken ist alles für mich. Mein Hobby, aber vor allem mein Beruf. Neben den vielen administrativen Aufgaben, die mein Label Gretas Schwester mit sich bringt ist es für mich immer eine Insel der Erholung, wenn ich an den Pinsel komme. Das ist vielleicht auch der Grund, warum meine Illustrationen in der Regel positiv sind und ich mich selbst in anstrengenden Zeiten oder bei schlechter Laune nicht zu traurigen oder düsteren Illustrationen hinreißen lasse.

mara mea und Gretas Schwester Arbeiten mit Kind

Hat sich das mit der Geburt deiner Tochter geändert?

Im Gegenteil! Das Zeichnen ist noch viel wichtiger geworden. Sobald sie schläft, setze ich mich an den Tisch und versuche so viel wie möglich aus der Zeit mit mir und meinen Illustrationen herauszuholen. Über einer Tasse Tee und einem Blatt Aquarellpapier kann ich abschalten.

Wann hast Du wieder angefangen zu Arbeiten? Oder hast Du immer gearbeitet? 

Ich habe mir nach der Geburt zwei Wochen gegeben, nicht mal das hat aber so richtig geklappt. Ich kann die Füße schlecht stillhalten und tagsüber schlafen kann ich schon gar nicht. Also hab ich ziemlich schnell wieder vor dem Laptop gesessen, nur eben im Bett mit sehr vielen Snacks und einer schlafenden Anuk auf oder neben mir. Wenn ich an die Anfangszeit mit ihr zurück denke, dann war es damals ganz schön einfach. Anuk ist jetzt 1 und hat keine Lust mehr neben mir zu liegen, wenn ich arbeite ;) Jetzt verbringen wir ihre wachen Stunden fast ausschließlich draußen.

Sarah mit Tochter Anuk stillend beim mara mea Shooting

Selbstständigkeit und Mamasein - wie passt das zusammen? 

Super gut und super schlecht. Der Vorteil ist, ich bin mein eigener Chef, muss niemandem darüber Rechenschaft ablegen wann, wo und wie viel ich arbeite. Wir können unter der Woche Tage als Familie verbringen und wenn Anuk am Wochenende mal mit den Großeltern unterwegs ist, setze ich mich an den Schreibtisch.

Der große Nachteil ist wohl, dass es Tatsächlich kaum Pausen gibt. Elternzeit habe ich nicht genommen, denn meinen Onlineshop zu schließen habe ich mich nicht getraut. Ich setzte mich oft selbst unter Druck, wenn Emails nicht beantwortet sind oder Bestellungen mehr als 2 Tage unbearbeitet bleiben.

Wie organisiert du Familien- und Berufsleben?  Hast Du Unterstützung?

Anuks Papa und ich kommen beide aus Berlin, was bedeutet, dass wir Familie um uns herum haben, die uns gerne unsere Tochter für einen Nachmittag abnehmen. Außerdem habe ich tolle Freundinnen, die ich beim Rückbildungsyoga kennen gelernt habe, die selbst alle selbstständig sind und wir wechseln uns häufig ab bei der Spielplatzaufsicht. Ansonsten heißt es für mich häufig abends, wenn Anuk im Bett ist, zurück an den Schreibtisch. Ich habe mich aber daran gewöhnt und genieße die abendliche Ruhe zum Arbeiten. Mein Mann ist beruflich viel unterwegs und manchmal 5 Tage hintereinander nicht da. Dafür ist er dann im Anschluss einige Zeit am Stück zuhause und übernimmt in dieser Zeit Anuks Betreuung fast komplett.

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus? 

Wenn ich alleine mit Anuk bin stehen wir meistens um 7:30 Uhr auf, ich koche Tee und mache Porridge für uns Beide. Im Anschluss machen wir uns fertig und gehen raus, erledigen Einkäufe oder trinken einen Kakao mit spontanen Verabredungen. Wieder Zuhause bekommt Anuk ihr Mittagessen und macht dann zwei Stunden Mittagschlaf. Währendessen setze ich mich dann das erste Mal an diesem Tag an den Laptop oder an den Farbkasten und arbeite. Nachmittags gehen wir auf den Spielplatz und treffen Freunde. Nach dem Abendessen geht Anuk so gegen 19:00 Uhr ins Bett, bekommt Henriette Bimmelbahn vorgelesen und schläft dann ein. Im Anschluss koche ich etwas zu essen für mich und im besten Fall damit auch das Mittagessen für den nächsten Tag und arbeite dann noch einige Stunden.

mara mea und Gretas Schwester Alltag mit Kind

Wie schaffst du dir Auszeiten für dich? Für deine Partnerschaft? 

Im Moment noch viel zu wenig, da unsere Tochter noch keinen Kitaplatz hat. Ich denke, sobald sie tagsüber für einige Stunden fest betreut ist, werden wir auch wieder häufiger zusammen frühstücken gehen oder uns einfach mal einen Vormittag zu Hause gönnen.

Bis es soweit ist, passen manchmal die Omas abends auf und wir gehen essen, oder wir gehen jeweils getrennt mit Freunden ins Kino oder etwas trinken.

Was war deine größte Herausforderung bisher?

Arbeit und Mamasein unter einen Hut zu bringen. Das schlechte Gewissen kann einen völlig fertig machen.

mara mea und Gretas Schwester mit Kind im Atelier

Und was die beste Lehre, die dir seit Geburt deiner Tochter zuteil wurde?

Das Liebe unendlich ist. Selbst an Tagen, an denen sie wirklich unerträglich ist. Jeder kleine Entwicklungsschritt, egal wie schwer erarbeitet, macht mich unglaublich stolz und ich bin froh so viel für sie da sein zu können. Müsste ich mich zwischen meinem Beruf und meiner Tochter entscheiden, würde ich natürlich immer Anuk wählen. Trotzdem glaube ich, dass mich mein Job zufrieden machen und ich damit auch eine bessere Mama für Anuk sein kann und sie vielleicht irgendwann sogar mal stolz darauf ist, was ich mir aufgebaut habe. Das fänd ich schön.

Vielen Dank, liebe Sarah, für dieses tolle Interview. Wir sind schon gespannt auf deine nächsten Illustrationen!

Hier findet ihr Sarahs Instagram und natürlich auch ihren Onlineshop!

mara mea und Gretas Schwester Atelier von außen


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